07. bis 15. Juli 2018

Shantytreffen

Ob Seebär oder Landratte, text­sicher oder nicht – in den Refrain von "De Hamborger Veermaster", "Nimm uns mit Kapitän", "Junge, komm bald wieder" oder "Rolling home" stimmt jeder gern ein.

Shantychor Hasport Shantychor Stedinger

Seit 1999 findet das Shantytreffen am zweiten Wochen­ende der Warnemünder Woche statt. In den letzen Jahren reisten Chöre aus den Bundes­ländern Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen an. Sie kamen aus Wismar, Hamburg, Lübeck, Essen, Ennepetal, Duisburg und anderen Städten. Jedes Jahr dabei sind der gast­gebende Shantychor "De Klaashahns" und der Shantychor "Luv & Lee" aus Rostock. Zum 9. Warnemünder Shantytreffen 2007 war sogar ein 100-jähriger zu Gast.

Shantychor-Neptun

Das musikalisch-maritime Programm auf der Bühne am Leucht­turm wird von Horst Marx moderiert. Nach der Begrüßung präsentiert sich jeder Chor mit einem Ausschnitt aus seinem Repertoire.
Beeindruckendes Erlebnis für Chöre und Zuschauer ist das gemeinsame Abschluss­singen aller Chöre. Aus rund 300 Kehlen erklingen alt­bekannte Seemanns­weisen wie das Lied "Wo den Ostseewellen trecken an den Strand" von Martha Müller-Grählert – das sollten Sie erlebt haben!

Shantychöre bereichern seit vielen Jahren die großen Veranstaltungen in Rostock und Warnemünde. Schon zum Fischerfest in den 70er- und 80er-Jahren erklangen die alten Seemanns­lieder. Das Wort "Shanty" ist vermutlich abgeleitet von dem englischen "chant" (singen) oder dem französischen "chanter" (singen).

Damen Shantychor Cuxhaven gemeinsames Singen der Shantychöre am Leuchtturm zum Abschluss

Die Matrosen sangen an Bord der alten Segel­schiffe während ihrer Arbeit. Die Lieder dienten als Takt­geber bei schwerer Arbeit, die den Gleich­takt vieler starker Arme brauchte, wie das Setzen und Bergen der Segel und Anker sowie das Be- und Entladen der Schiffe. Viele der Lieder haben Zeilen für einen Vorsänger und einen Refrain, in den die ganze Mannschaft einstimmt. Sie erzählen von Seefahrer­romantik, Fernweh, Erlebnissen auf großer Fahrt und Heimweh. Natürlich wurden sie auch nach getaner Arbeit in geselliger Runde gesungen.